Teilweise bewölkt

12°C

Teilweise bewölkt

Feuchtigkeit: 71%

Wind: 28.97 km/h

  • 18 Okt 2018

    Teilweise bewölkt 14°C 7°C

  • 19 Okt 2018

    Teilweise bewölkt 12°C 2°C

Quelle: HUSUMER NACHRICHTEN vom 27. August 2018, rah

Land hat eingelenkt: In Ahrenshöft können mehr Wohneinheiten entstehen als erwartet

AHRENSHÖFT Was lange währt, wird am Ende bekanntlich gut. Elf Grundstücke für Bauwillige in Ahrenshöft zu erschließen, war aufgrund der hohen Nachfrage das Ziel der Gemeinde. Fünf hätten es dann nur laut Einwand der Landesplanung mit Hinweis auf den wohnbaulichen Entwicklungsrahmen sein dürfen.
Doch inzwischen hat das Land eingelenkt und nach Prüfung angekündigt, neun Wohneinheiten auf der Grundlage des Bebauungsplanes Nr. 8 für das 2,8 Hektar große gemeindeeigene Areal östlich der Straße Schoolkoppel, westlich des Lehmweges und nördlich des Moorweges, zuzubilligen. Im Gegenzug muss die Kommune eine Selbstverpflichtungserklärung zur Einhaltung des aktuellen wohnbaulichen Entwicklungsrahmens von besagten derzeit neun Wohneinheiten abgeben. Die restlichen zwei geplanten Grundstücke, die direkt an den Lehmweg angrenzen, sollen später erschlossen werden.
Grund dafür sei, so erläuterte die zuständige Planerin Ellen Jappsen vom Husumer Planungsbüro Jappsen-Todt-Bahnsen, in jüngster Gemeinderatssitzung, dass aufgrund der Fortschreibung des Landesentwicklungsplanes (LEP) auch die des wohnbaulichen Entwicklungsrahmens in Arbeit ist. „Nach dem derzeitigen Planungsstand soll den nicht zentralörtlichen Gemeinden wie Ahrenshöft wieder zehn Prozent des Wohnungsbestandes an Wohnungen zugebilligt werden. Das würde dann in die Planung passen“, so Jappsen.
„Das ist ein guter Deal. Wir sollten das machen, denn wir wollten sowieso erst die an die Schoolkoppel angrenzende
Fläche bebauen, bevor wir im zweiten Abschnitt östlich davon weiter machen“, riet Gemeinde-Chef Manfred Peters dem Gremium. Ohnehin sei ja noch die Klage des Anliegers anhängig, mit der er sich gegen die Bebauung der Fläche am Lehmweg gegenüber seinem Grundstück wehrt. Er könne sich vorstellen, dass er unter diesen Umständen einlenken wird. Das Planungsbüro wird ihn benachrichtigen und er selbst werde zu gegebener Zeit noch einmal Kontakt mit ihm aufnehmen. Einstimmig votierten denn die Gemeindevertreter pro Selbstverpflichtung.
Die ansonsten inzwischen eingegangenen positiven Stellungnahmen zur 8. Änderung des Flächennutzungsplanes sowie zum besagten Bebauungsplan Nr. 8 wurden ebenso einmütig abgesegnet und der Satzungsbeschluss erlassen. „Wir haben gute Beschlüsse gefasst. Ich bin froh, dass wir soweit sind und gehe davon aus, dass der Bagger im Frühjahr 2019 zur Erschließung anrücken kann. Das wird die bauwilligen Familien freuen“, so Peters. Das Land habe, so die Planerin, drei Monate Zeit, abschließend Stellung zu nehmen und die Genehmigung zu erteilen. Sie gehe davon aus, dass alles glatt laufe, denn sonst wäre das Angebot nicht gemacht worden. Spätestens am Jahresende dürften die Formalien abgehakt sein. Zunächst werden die Pläne öffentlich ausgelegt.
Weitere Themen Eingeladen hatte der Bürgermeister Michael Clausen, den Vorsitzenden des TSV DAB (Turn- und Sportverein Drelsdorf Ahrenshöft Bohmstedt). Der informierte, dass der Verein ein DFB-Minispielfeld auf dem A-Fußballtraingsplatz in Drelsdorf installieren möchte. Laut günstigstem Angebot würden die Gesamtkosten bei 70 000 Euro liegen. Fördergelder sollen entweder über die Aktiv-Region Nord oder dem neuen Sportfördertopf beim Land eingeworben werden. Bestenfalls würden 50 Prozent fließen, so dass dann noch 35000 Euro zu stemmen wären. Da der Verein noch weitere Sanierungskosten für Sportanlagen plane, wolle er für die übliche Kostenbeteiligung der drei Kommunen (Drelsdorf 50 Prozent, Ahrenshöft 20 Prozent, Bohmstedt 30 Prozent) werben.
Das Gremium war sich einig, das Projekt nach Abzug der Fördermittel unterstützen zu wollen. „Wir brauchen, wenn alle Zahlen stehen, einen schriftlichen Antrag und dann entscheiden wir“, erklärte der Bürgermeister.