Über die Jahre hallte es vor der jeweiligen Wahl des 1. Vorsitzenden vertrauensvoll und mit großer Überzeugung durch die Reihen der Mitglieder: „Wiederwahl…Wiederwahl…!“

In seiner beeindruckenden 44jährigen Amtszeit hat Günter Peters bisher die Geschicke der Wilden Liga Ahrenshöft gelenkt und sich um den Zusammenhalt und das Fortbestehen des schon legendären Freizeit-/ Fußball- Clubs verdient gemacht. 

Foto N.G.

Bei einem Blick in die Geschichtsbücher wird das Jahr 1978 als eine Zeit der revolutionären Entwicklungen und Geschehnisse umschrieben. In diesem Sinne ist auch nach den Worten von Günter Peters, „aus einer andauernden euphorischen Stimmung, dank eines 24 : 3 – Kantersieges gegen die Kicker der Gemeinde Almdorf“, am 27. Juni 1978 die Wilde Liga Ahrenshöft gegründet worden. 

Seither wird durch die aktiven Spieler/-innen in der Sommerzeit jeden Montagabend auf dem Ahrenshöfter Fußballplatz ein zwangloses Trainingsspiel zelebriert. Parallel starten die anderweitig Aktiven - unter der Leitung des „Präsidenten“ (auch „Grillgott“ genannt) – am anliegenden Vereinsheim, sprich dem alten Backhaus der Gemeinde, die ersten Spielanalysen bzw. die so genannte 3. Halbzeit. Diese dauert bei der Wilden Liga traditionell länger als die rein sportliche Betätigung.

Zur anhaltend wachsenden Gemeinschaft zählen mittlerweile nicht nur 58 Mitglieder, sondern selbstverständlich auch deren Partner-/innen und Kinder sowie z.T. schon Enkel.

In all den Jahren gehörten natürlich die Spiele gegen gleichgesinnte Mannschaften oder die Teilnahme an zahlreichen Turnieren zu den sportlichen Highlights und brachten die ein oder andere Trophäe ein. Sowohl bei dem aufwendigen Ausrichten eigener Turniere als auch insbesondere bei den kulturellen Veranstaltungen, deren Beliebtheit stetig zugenommen hat, zeichnete sich Günter Peters bisher als Ideen-/ Taktgeber aus und trug mit seinem außergewöhnlichen Organisationstalent sowie seinem großen Engagement maßgeblich zum Gelingen bei. Im Vordergrund steht hierbei nicht nur die Liebe zum Fußballsport, sondern auch die Geselligkeit bei den gemeinsamen Aktivitäten.

Es hat sich somit über die Jahre ein zusätzliches Programmangebot entwickelt, das sich sehen lassen kann. Als Beispiele sind Jubiläumsfeiern, sonst. Feste, jährliche Wander-/Fahrradtouren mit Kind und Kegel, Ausflüge, Reisen, Gemeinschafts-/Spieleabende, „WM-/EM-Studios“, Freundschaftsbesuche beim/durch den FC Oberes Extertal und Stadionbesuche usw. zu nennen. 

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Im Vorwege der diesjährigen Jahreshauptversammlung war es dann doch soweit. „44 Jahre sind genug!“ befand Günter Peters und verkündete damit seinen länger gereiften Entschluss, die Hauptverantwortung abgeben zu wollen.

Die Mitglieder – einschließlich Bürgermeister Manfred Peters - bedauern diese Entscheidung zwar, bekunden aber nach so langer Tätigkeit auch ihr Verständnis.




So brachten die Wahlen am 20. März einen historischen Wechsel im Vorstand der Wilden Liga ein. Der langjährige Stellvertreter Olaf Arndt wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Für seinen vorherigen Posten stellte sich Tim Ketelsen als neuer 2. Vorsitzender erfolgreich der Wahl. 

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Auch an dieser Stelle möchten die WLA- Freunde nochmals einen herzlichen Dank an Günter und seine Frau Sophiane richten. Alle wünschen den beiden Gesundheit sowie Zufriedenheit und gönnen es ihnen sehr, sozusagen einen Gang runterschalten bzw. ohne den üblichen Vorbereitungsstress noch viele Jahre das „Wilde-Liga-Leben“ genießen zu können.

Die  Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages findet am Sonntag, dem 14. November 2021 um 15.30 Uhr an unserem Ehrenmal statt.

Die Jugendfeuerwehr beteiligt sich mit einem Fackel-Spalier.

 

Die Gemeinde Ahrenshöft lädt alle recht herzlich zur Teilnahme ein.

 

 

Entstehung etwa zwischen 1200 und 1450 n. Chr.
Einwohner 563
Fläche 8,79 km²
Gemeindevertretung 9 Mitglieder, davon 1 ehrenamtlich gewählter Bürgermeister
Landwirtschaft 4 Betriebe (vornehmlich Milchwirtschaft)
Grundsteuer für land- und forstwirtschaftliche Betriebe (Grundsteuer A)
300 v. H.
für Grundstücke (Grundsteuer B) 363 v.H.
Gewerbe über 20 Gewerbetreibende/-betriebe/ Unternehmen
(u.a. 1 Restaurant/ Gastwirtschaft, 4 Bauunternehmen
sowie 4 Entsorgungs- & Recyclingfachbetriebe)
Gewerbesteuer 400 v.H.
Vereine u. Verbände über 15
Entfernungen (Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheken)
Ahrenshöft liegt ca.
10 km nördlich von Husum
10 km südlich von Bredstedt
9 km südlich von Breklum
8 km östlich von Hattstedt
8 km westlich von Viöl
3 km südlich von Bohmstedt (Bäcker)
Hundesteuer für den ersten Hund 00,00 €
für jeden weiteren Hund 120,00 €
 
Am 06.05.2020 informierte das Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein die Gemeinde Ahrenshöft,dass unser schöner Dörpskroog mit dem Backhaus, ab dem 06.05.2020 zu den geschützten Kulturdenkmalen im Sinne des Denkmalschutzes für Schleswig-Holstein gehören.
 
Die beiden Gebäude sind in die Liste der Kulturdenkmaler des Landes Schleswig-Holstein aufgenommen wurden.
In Zukunft wird die Gemeinde mit der Denkmalpflege zusammenarbeiten.
 
Wir freuen uns, dass es auch künftigen Generationen möglich ist, den nach einem Brand um ca.1900 neu erbauten Dörpskroog,
sowie das Backhaus langfristig zu erhalten und angemessen zu nutzen.
 
Die Gebäude werden wie bisher gepflegt und instandgesetzt, allerdings sind bei Veränderungen in oder an diesen Gebäuden ab sofort
Genehmigungen bei der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde einzuholen.
 
Die Internet-AG
 

Wovon der Name unseres Dorfes abgeleitet worden ist, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Manchmal wird Ahrenshöft mit „Adlerhaupt“ übersetzt. Andere wiederum meinen, die erste Silbe sei von dem männlichen Namen „Arend“ herzuleiten. Die zweite Silbe wird wie bei der ersten Deutung auch hier mit Haupt übersetzt, was bei Ortsnamen soviel wie „Vorsprung“ bedeutet. In unserem Falle sei damit die Geestnase gemeint, die in eine Niederung vorspringt. Beide Deutungen mögen richtig sein oder auch nicht. Es scheint die mit der „vorspringenden Geestnase“ eher einleuchtend. Unser heutiges Dorf liegt genau auf dem Rand dieser Nase.

Man schrieb früher „Oarnshaud“, um 1450 „Orneshövet“, 1464 „Arnshovede“, 1652 „Örnshoved“ und 1854 „Ahrenshövd“.

Bevor unser Dorf entstand, gab es hier wohl bloß das kleine Stück Erde, das heute unsere Gemarkung ausmacht - jetzt etwas mehr als 870 ha groß.

Im Norden begrenzt durch einen Wasserlauf, der zwischen „Karsmerrieks Tannen“ und dem Bauernwald Haaks auf dem „Kätnerland“ entspringt, in die Arlau mündet und „Beek“ genannt wird; weiter östlich dann durch Haaks und bis nach Spinkebüll durch den sogenannten „Friesweg“. Die Grenze nach Osten und Südosten bildet der Norderredgraben – wir nennen ihn den „Hoxtruper Graben“, der südlich von Steinberg in die Arlau mündet. Die Arlau grenzt von hier an unsere Gemarkung nach Süden hin gegen Arlewatt und nach Südwesten und Westen hin gegen die Hattstedtermarsch ab.

Wie lange Beek und Arlau schon da sind, wird man wohl nicht mehr ausfindig machen können. Wahrscheinlich gibt es beide seit der letzten Eiszeit.

Auf alten Landkarten kann man sehen, dass es außer den beiden vorgenannten noch ein Flüsschen gab, welches südlich von Norstedt entsprang, südlich an Spinkebüll vorbei quer durch die Ahrenshöfter Feldmark und dann zwischen Klein-Ahrenshöft und Groß-Ahrenshöft hindurch lief und südwestlich von Ahrenshöft in die Arlau mündete. Den genauen Verlauf kann man nicht mehr feststellen.

Und dann war da noch eine verlassene Warft, die „Neiböhl“ oder „Nyboll“ hieß. Nach alten Landkarten zu urteilen, lag diese südwestlich von Groß-Ahrenshöft an der Arlau. 1666 soll dort ein Matz Volquardsen gewohnt haben.

Menschliche Spuren aus der Zeit vor etwa 14.000 Jahren, die bei Ausgrabungen 1997 auf den Witschiften gefunden wurden, deuten darauf hin, dass zuerst auf der Osthälfte unserer Gemarkung gesiedelt wurde. Später dann anscheinend vom Jägerkrug aus nach Westen, entlang der Grenze zur Marsch, so wie wir es heute kennen. Wann unser Dorf entstanden ist, konnte man bisher auch nicht richtig ermitteln, offensichtlich aber nach 1200 n Chr.

Im Gegensatz zu Bohmstedt ist unser Dorf auf einer Landkarte von 1240 noch nicht zu finden. Über unsere ältere Vergangenheit ist wenig bekannt. Lediglich zahlreiche Funde aus der vorchristlichen Zeit lassen einiges über Besiedelung usw. erahnen. Da fast alle Funde auf der Osthälfte der Gemarkug gemacht wurden – dort war nach Aussagen älterer Einwohner und nach den Flurnamen zu urteilen, das alte Ödland zu finden -, dürfte das jetzige Dorf wahrscheinlich eine Mittelaltergründung sein. Es wird als typische Geestrandansiedelung, die ihre Entstehung wohl der Marschenwirtschaft verdankt, bezeichnet. Die Marschenwirtschaft entstand um 1200 n. Chr.

Aber ein Dorf war es nicht immer. Aus alten Chroniken kann man ersehen, dass die beiden Dörfer Groß- und Klein-Ahrenshöft ein eigenes Kirchspiel mit einer Kirche an der Arlau bildeten.

In einer Veröffentlichung über das alte Amt Bredstedt heißt es um 1820 wie folgt: „Groß- und Klein-Ahrenshöft sind nur unbedeutende aber zur Landwirtschaft sehr bequem gelegene Dörfer. Die Bewohner sollen vordem als äußerst rohe und brutale Leute bekannt gewesen sein. Im Saufen, Toben und Schlagen haben sie sich z.T. ausgezeichnet, sowie durch auffallende Unwissenheit und Grobheit. Das hat sich zwar gebessert, aber es passieren, gemessen an der Einwohnerzahl, noch viele Unordnungen; mehr als in den Nachbargemeinden. Auch die Kultur der Felder zeigt dieses; sie ist schlechter als die der Nachbargemeinden (Anmerkung der Redaktion: Hier hat sich aber in der Zwischenzeit einiges getan…)."

Bald nach 1800 wurde auch hier von Amtswegen die Verkoppelung, die Aufteilung der bis dahin gemeinsam bewirtschafteten urbaren Flächen (Allmende) durchgeführt. Die heute noch gebräuchlichen Flurnamen (z.B. Fennen, Meede, Greede, Hohacker, Söbenbargen, Spung, Wittschiften) stammen mit wenigen Ausnahmen aus der Zeit vor der Verkoppelung und bezeichneten damals jeweils einen Schlag.

Die alte Landstraße, auch Heerweg genannt oder als „Ochsenweg“ bezeichnet, führt von Jütland (Dänemark) kommend quer durch unsere Gemarkung weiter nach Husum. Dieser diente mehrere Jahrhunderte lang als, ebenso wie der Borgerweg, als Viehtriftenweg.

Gesprochen wurde damals mit ziemlicher Sicherheit nordfriesisch. Der Handel mit Husum, Bredstedt und Viöl hatte jedoch zur Folge, dass nach und nach Niederdeutsch und Plattdeutsch zunächst verstanden und später auch gesprochen und neben dem Friesischen benutzt wurde. Heute ist Plattdeutsch bei uns noch die Umgangssprache. In vielen Haushalten wird jedoch nur noch Hochdeutsch gesprochen.

Seit dem Tage der Kreis- und Gemeindewahl am 26.04.1970 gehört unsere Gemeinde dem aus den bisherigen Landkreisen Eiderstedt, Husum und Südtondern neu gebildeten Kreis Nordfriesland an.  

 

Chronik

Weitere Einzelheiten können aus der Chronik der Gemeinde Ahrenshöft entnommen werden. Im Jahr 1999 ist das erste Band der Chronik fertiggestellt worden. Seit nunmehr über 42 Jahren arbeitet unser Ahrenshöfter Autor und Schriftsteller, Peter Heinrich Clausen, in unzähligen und mühsamen Stunden an diesem wunderbaren und uBild_Chronik_II_Homepagemfassenden Werk.

Die eindrucksvollen Bücher (Band 1 und 2), in denen das Leben von früher und heute und die Entwicklung der Familien sowie unseres Dorfes mit Daten, Fakten und tollen Bildern dargestellt werden, können entgeltlich über unseren Bürgermeister oder bei Peter-Heinrich Clausen bezogen werden. 

Die Gemeinde Ahrenshöft möchte sich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei Peter Heinrich Clausen für seine großartige Arbeit bedanken.

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